Es gibt Fehler, die man an einer Längsschneidemaschine nicht sieht: den Wickel, der innen locker ist und außen fest, die Folie, die nach zwei Tagen verblockt, den Staub, der sich zwischen zwei Schichten festsetzt und beim Kunden als Einschluss auffällt. Alle drei haben häufig dieselbe Ursache – statische Aufladung – und alle drei werden erst in der Weiterverarbeitung entdeckt.
| Stelle | Ursache |
|---|---|
| Abwicklung | Trennung der Schichten beim Abheben |
| Messer | Reibung beim Trennen, besonders bei trockener Luft |
| Umlenkwalzen | Kontakt und Trennung, abhängig vom Material |
| Aufwicklung | Spannung zwischen den Lagen |
Die Aufladung ist im Winter stärker als im Sommer, weil die relative Luftfeuchte niedriger ist. Ein Betrieb, der im Juli keine Probleme hat, hat sie im Januar – und dann fehlt die Erklärung.
Staub auf der Folie wird durch die Aufladung angezogen und festgehalten. Beim Kaschieren oder Bedrucken liegt er unter der Schicht und erscheint als Einschluss. Diese Fehler sind nicht reparierbar, sie sind Ausschuss – und die Ursache liegt nicht in der Weiterverarbeitung, sondern in der Schneidemaschine.
Bei Papierhülsen ist das Problem stärker: Der Schnitt erzeugt Papierstaub, der sich auf der Folie absetzt. Eine Absaugung am Schneidkopf ist hier keine Option, sondern Voraussetzung.
Reicht ein Erdungskabel?
Nein. Der Widerstand muss gemessen und dokumentiert sein. Ein Kabel ohne Messung ist eine Annahme.
Warum tritt das Problem nur im Winter auf?
Die relative Luftfeuchte sinkt, die Aufladung steigt. Befeuchtung ist die wirksamste Gegenmaßnahme.
Ist Ionisation immer nötig?
Bei Kunststofffolien und hohen Geschwindigkeiten meist ja. Bei Papier reicht häufig die Befeuchtung.
Anlagen: Längsschneidemaschine und Wickel- und Schneidemaschine CLFQ-W1100.
Externe Quelle: Maschinenrichtlinie 2006/42/EG.
XIAOPAI – autorisierter weltweiter Vertriebspartner von SINSTAR für Schneid- und Wickelmaschinen; Auslegung aus Wenzhou, China.