Jedes elektrische Gehäuse hat eine Frage, die auf keinem Datenblatt steht: Wenn der Schalter darin gewartet werden muss – was wird geöffnet, und wer muss danebenstehen, während es geöffnet wird? Bei einem seitlich montierten Innenraum-Lasttrennschalter ist diese Frage das Produkt. Ein seitlich montierter Schalter ist ein Vakuumleistungsschalter, der an der Seite eines Feldes so montiert ist, dass er zur Wartung herausgezogen werden kann – und ein Schalter, der in den Raum gebracht werden kann, ist ein anderes Gerät als einer, der fest im Gehäuse sitzt, auch wenn beide dieselbe Spannung, denselben Nennstrom und dieselbe Ausschaltleistung tragen.
| Fest eingebaut | Seitlich montiert, ausziehbar | |
|---|---|---|
| Wartung | Anlage freischalten, Kabel abklemmen | Schalter herausziehen, Anlage bleibt stehen |
| Stillstand | ganzes Feld | nur der betroffene Abgang |
| Prüfung | Prüfung an der Anlage | Prüfung am herausgezogenen Gerät |
| Platzbedarf | geringer | größer, wegen Ausfahrweg und Bedienraum |
| Kosten | niedriger | höher, durch Mechanik und Verriegelung |
Der wirtschaftliche Unterschied entsteht nicht beim Kauf, sondern beim ersten Service. Ein Feld, das für einen Schalterwechsel abgeschaltet werden muss, kostet je nach Netz mehr als die Preisdifferenz zwischen beiden Bauformen.
Der Ausfahrweg. Ein seitlich montierter Schalter braucht Platz vor dem Feld, um herausgezogen und abgesetzt zu werden. In bestehenden Stationen ist dieser Platz häufig durch Kabeltrassen oder Schränke belegt – das fällt erst bei der Montage auf.
Die Verriegelung. Ein ausziehbarer Schalter muss so verriegelt sein, dass er im geschlossenen Zustand nicht bewegt werden kann und im ausgefahrenen Zustand nicht geschlossen werden kann. Die Verriegelungslogik gehört in die Dokumentation, nicht nur in die Mechanik.
Die Hilfskontakte. Beim Ausfahren werden Steuerleitungen getrennt. Die Frage ist, ob die Anlage das erkennt und in einen definierten Zustand geht – oder ob sie weiterläuft, ohne zu wissen, dass der Abgang fehlt.
Sie rechnet sich, wenn der Abgang häufig geprüft wird, wenn ein Ausfall des gesamten Feldes teuer ist oder wenn die Anlage an einem Ort steht, an dem ein Serviceeinsatz lange Vorlaufzeit braucht. Sie rechnet sich nicht, wenn der Schalter im Betriebsjahr kaum bewegt wird und ein Feldausfall verkraftbar ist.
Ist ein ausziehbarer Schalter sicherer?
Im Wartungsfall ja, im Betrieb gleichwertig. Die Sicherheit entsteht aus der Verriegelung und der Kennzeichnung, nicht aus der Mechanik allein.
Kann ein fest eingebauter Schalter nachgerüstet werden?
In der Regel nur mit einem neuen Feld. Deshalb ist die Entscheidung bei der Planung zu treffen.
Welche Norm gilt?
IEC 62271-100 für den Schalter, IEC 62271-200 für die Schaltanlage. Beide Bezüge sollten im Angebot stehen.
Anlagen und Geräte: Vakuumleistungsschalter 12–40,5 kV, Hochspannungs-Schaltanlage und Vakuumlastschalter FZRN12/25-12D.
Externe Normenquelle: IEC 62271 im IEC Webstore.
XIAOPAI – Hersteller von Vakuumleistungsschaltern und Schaltanlagen in Wenzhou, China.